Vortrag - „Verkehrsrecht“ Unfall - was nun…? Haftungsfragen, Strafbarkeit usw.

Herr RA Warich

Schnell kann in heutigen Zeiten ein Unfall im fließenden oder ruhenden Straßenverkehr mit mehr oder weniger Schaden und Selbstbeteiligung passieren.

Wie soll ich mich richtig verhalten, wenn dieser Fall eintritt?

 

Zu dieser Thematik sprach Herr RA Warich am 06.02.2017 um 18.00 Uhr in unseren Vereinsraum vor den zahlreich erschienenen interessierten Zuhörern.

 

Da es insbesondere beim Verkehrsrecht bei der Auslegung von Schuldfragen eine sehr differenzierte Betrachtungsweise geben kann, gibt es zwingend vorgeschrieb-ene Regeln über das Verhalten nach dem Eintreten eines Schadenfalls.

Obwohl diese jeder Fahrzeugführer innerhalb des Erwerbs der Fahrerlaubnis vermittelt bekommen haben sollte, liegt es doch in der Natur der Sache, dass im Ernstfall nicht immer ruhig und besonnen gehandelt wird.

So ist bei geringfügigen Schäden (ca. 600.- bis 700.- €), schon zum Eigenschutz, ein Räumen der Unfallstelle angebracht – wenn die Möglichkeit besteht.

Geschieht dies nicht, kann man bei Behinderung des fließenden Verkehrs zu einer Zahlung eines Verwarngeldes bis 30.- € aufgefordert werden.

Danach sind Absichern der Unfallstelle, Zeugen, polizeiliche Unfallaufnahme - auch bei Bagatellschäden mit Einigung der Unfallgegner - angebracht.

Bei Personenschaden ist jeder im zumutbaren Rahmen zur Hilfe verpflichtet bzw. Hilfe zu holen.

Siehe auch: https://www.bussgeldkatalog.org/polizei-unfall/

 

Zur Thematik „Unfallflucht“ wies Herr RA Warich darauf hin, dass der Schadensverursacher ( z.B. auf Parkplätzen oder Schädigung von Verkehrszeichen u.a.) eine angemessene Zeit am Unfallort bleiben muss – abhängig von der Frequentierung der Gegend – damit er sich nicht strafbar macht.

 

Abschließend gab er aus seinen Erfahrungen als Anwalt den Tipp, dass für „Vielfahrer“ eine Rechtsschutzversicherung sehr von Nutzen sein kann.

 

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn RA Warich für die umfangreichen und interessanten Informationen zum Verkehrsrecht.

 

B.Riese