Vortrag zum Thema „Änderungen und neue Begutachtungsverfahren in der gesetzlichen Pflegeversicherung ab Januar 2016"

Frau RA GerlichIn unserem letzten Vortrag diesen Jahres informierte am 14.11.2016, Frau Rechtsanwältin Gerlich, Fachanwältin für Familien- und Sozialrecht, über geplante neue Regelungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung ab 01.01.2017.
 

Die wichtigste Änderung dabei wird sein, dass die Einstufung der Pflegebedürftigkeit nicht mehr in Pflegestufen sondern in Pflegegraden erfolgt.
 

Dabei wird ein neues Prüfverfahren (Begutachtungsassesment) eingeführt.

Anhand eines Fragenkatalogs wird der Antragsteller auf den Grad seiner noch vorhandenen Selbständigkeit überprüft. Dabei erfolgt die Einschätzung des Gutachters nach einem Punktesystem – und nicht mehr nach benötigter Zeit.
 

Die Pflegegrade staffeln sich von Grad 1 (= geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit) bis Grad 5 (= schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung).
 

Mit der neuen Definition der Pflegebedürftigkeit sollen Menschen mit körperlichen, kognitiven (verstandesmäßigen)* und psychischen Beeinträchtigungen gleichermaßen und pflegefachlich angemessen berücksichtigt werden.

* https://www.medien.ifi.lmu.de/lehre/ws0506/mmi1/kognitive-faehigkeiten.xhtml

 

Genauere Informationen finden Sie unter folgenden Link:
https://www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegegesetz-pflegereform/pflegestaerkungsgesetze/#zweites_pflegestaerkungsgesetz
 

Die große Anzahl der an dem Vortrag interessierten Zuhörer zeigt, welche Brisanz das Thema „Pflege“ hat.

Unser Verein Rat und Tat e.V. bedankt sich recht herzlich bei Frau Rechtsanwältin M. Gerlich für ihren aufschlussreichen und informativen Vortrag und die Darlegung der geplanten Änderungen sowie die verständliche Beantwortung anstehender Fragen.
 

Wir freuen uns, auch im nächsten Jahr die Fachanwältin für Familienrecht und Sozialrecht, wieder bei uns als Referentin begrüßen zu dürfen.

 

B.Riese